Maximale Ausschöpfung der Photovoltaik durch Option für Mieterstrom
Bei der Nutzung des Solarstroms vom Dach gibt es eine klare Hierarchie, wie Katharina Nicolait von ECKPFEILER erläutert: „Vorrang hat immer der Betrieb der Wärmepumpen. Stromüberschüsse, vor allem in den Sommermonaten, werden für den Allgemeinstrom im Gebäude, z.B. für die Treppenhausbeleuchtung und den Aufzug verwendet. Außerdem soll es Mieterstromangebote für die künftigen Bewohner*innen geben, die dadurch nicht nur hauseigenen, sondern auch günstigen Ökostrom beziehen können. Bleibt etwas übrig, etwa weil tagsüber viele Menschen nicht zu Hause sind, fließt der Sonnenstrom in den Keller und versorgt dort die Elektromobilität“, erklärt Katharina Nicolait. Man könnte also sagen, dass die elektrisch angetriebenen Fahrzeuge als Endspeicher dienen. „Das hat den Vorteil, dass der Strom da verwendet wird, wo er erzeugt wird“, so Nicolait.
Nachhaltigstes Quartier des Landes
Die KIRSCHGÄRTEN gelten in der Branche in vielerlei Hinsicht als Vorzeigeprojekt. Auf der EXPO Real wurde das Projekt von der DGNB im Herbst 2024 „als nachhaltigstes Quartier Deutschlands“ ausgezeichnet. Die konsequente Planung der rund 1.500 Wohnungen in Holzhybridbauweise mit einem Rohstoff aus regionalen FSC-zertifizierten Wäldern war einer der Gründe für die vorbildliche Bewertung des Projekts. In der Gesamtbetrachtung erreichten die KIRSCHGÄRTEN auf der Nachhaltigkeitsskala einen Wert von 83,8 Prozent – ein Wert, der bisher noch von keinem anderen Quartier erreicht wurde.
Neben dem Klimaschutz spielt auch die Klimaanpassung im Sinne einer Schwammstadt eine wichtige Rolle. Katharina Nicolait erklärt, wie das Wasser auf dem Gelände gespeichert werden soll: „Insgesamt werden wir rund 50 Prozent der Fläche auf dem Gelände begrünen. Dazu gehören üppig bepflanzte Dachgärten mit viel Substrat sowie ein 1,5 Meter dicker Mutterboden auf den Tiefgaragen, der eine Bepflanzung mit Bäumen ermöglicht und als Wasserspeicher dient. Auch starker Regen kann auf unserem Grundstück komplett versickern“, erklärt Nicolait.
Mobilitätskonzept umfasst ÖPNV-Ausbau und Verkehrsberuhigung
Anders als das Wasser, fließt Verkehr naturgemäß über die Grundstücksgrenzen ab. Entsprechend blickt das Mobilitätskonzept der KIRSCHGÄRTEN über den Tellerrand. Ein Mobilitäts-Hub mit Sharing-Angeboten vom Auto bis zum Lastenrad in der Mitte des neuen Quartiers soll das eigene Auto überflüssig machen. Auch der ÖPNV wird gefördert: In der Elly-Staegmeyr-Straße, in der künftig Tempo 30 gilt, entsteht eine neue Haltestelle für den Linienbus. Wer lieber individuell unterwegs ist, kann in Zukunft einfach aufs Rad steigen und die neuen breiten Radwege entlang der Bahnlinie nutzen – fernab vom Autoverkehr.
Ein Quartierstreff mit eigenem Quartiersmanager unterstützt die Bewohner*innen bei der Nutzung der Sharing-Angebote und hilft bei der Vernetzung und dem Austausch untereinander. Die soziale Durchmischung des neuen Quartiers kann als vorbildlich gelten: 40 Prozent der Wohnungen werden von ECKPFEILER als geförderter Wohnraum zur Verfügung gestellt.
Vorzeigeprojekt einer 15-Minuten-Stadt
Insgesamt können die KIRSCHGÄRTEN als Blaupause für die Stadt der kurzen Wege dienen. Neben Wohnraum gibt es auch Freizeitangebote, Bildung und Gastronomie im Quartier. Durch den Bau einer Grundschule mit Sporthalle und Freizeitsportanlage können die Kinder im Sinne der 15-Minuten-Stadt zu Fuß zur Schule gehen. Und auch für die Kleinsten gibt es im Quartier verteilt vier Kindertagesstätten – quasi vor der Haustüre. In wenigen Minuten sind auch die Einkäufe des täglichen Bedarfs zu erreichen: mit dem Einkaufszentrum EVER.S warten direkt nebenan Geschäfte, Arztpraxen und Gastronomieangebote auf rund 10.000 m2.
„Wir möchten nicht nur Häuser bauen, wir möchten Lebensraum für Menschen schaffen“, erklärt Geschäftsführer Wolfgang Bogner den Leitgedanken von ECKPFEILER. „Ich freue mich, dass wir den Grundstein für ein Quartier legen können, das mit seinen Qualitäten ein echtes Heimatgefühl wecken wird“, so Bogner.