Das Ende des Autos in urbanen Räumen | Billig Wohnen ohne Plattenbau | Kunstwerke als Zeugen des Klimawandels | MUCBOOK bei GOOGLE

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Hallo, hast du einen schönen Platz?       

Es ist jedes Mal aufs Neue außerordentlich  beeindruckend, wie sich am Thema Parkplatz die Gemüter erhitzen. Sobald das P-Wort fällt, schärfen Stadtmenschen Ihre Sinne und Sprache messerscharf. Vergangene Woche durfte ich das bei einem stimmungsvollen Panel mit Stadträt:innen erfahren, das ich unter dem Titel "Mobilität der Zukunft trifft Immobilienwirtschaft" für das weltweit vernetzte "City-Changer"-Netzwerk Urban Land Institut moderieren durfte.

Aber kein Wunder, dass bei dem Thema Parken schnell die Emotionen hochkochen, wenn man sich die Zahl auf der Zunge zergehen lässt, die Emil Pabst, Leiter des Mobilitätsberaters veomo, an dem Abend auf seiner Folie stehen hatte: 30 Prozent der Zeit, die ein Autofahrer innerstädtischen durch den Verkehr navigiert, gehen bei der Suche nach einem Parkplatz verloren.

Auch wenn SPD, CSU/Freie Wähler und FDP in Sachen Stellplatz-Verzicht mit den Grünen im Stadtrat selten einer Meinung sind, auf dem Podium waren sich Anna Hanusch (Grüne), Lars Mentrup (SPD), Jörg Hoffmann (FDP) und Hans-Peter Mehling (Freie Wähler) erstaunlich einig, dass Gebühren für das Anwohnerparken mit 30,70 Euro im Jahr deutlich zu günstig vergeben werden.

Wie man zuvor im Vortrag von Wiebke Hederich-Mc Call, Fachanwältin bei Zirngibl, lernen durfte, stammt diese Zahl aus einer Festlegung für Anwohnerparken aus D-Mark-Zeiten. Die Regelung, dass das Bewohnerparken maximal 60 Deutsche Mark kosten soll, wurde im Jahr 1993 im Saarland eingeführt. Ich mutmaße jetzt mal, dies ist nach 32 Jahren die am längsten nicht erhöhte öffentliche Gebühr des Landes.

Im Jahr 2020 wurde den Bundesländern die Möglichkeit eingeräumt, die Kommunen zu ermächtigen, die Gebühren für das Anwohnerparken selbst festlegen. Auch in München wurde lange auf die Gebühren-Freiheit gehofft. Vergebens: Vor einigen Wochen hat die Staatsregierung beschlossen, dass Kommunen in Bayern – anders als z.B. in Rheinland-Pfalz – bei den Gebühren fürs Parken weiterhin nicht mitreden dürfen.

Je mehr die Anwältin Hederich sich mit dem Thema Parken beschäftigte, desto größer wurde ihr Bedürfnis, hier mal ordentlich aufzuräumen. Und nicht nur im Paragrafen-Dschungel. Vor allem im wild zugeparkten öffentlichen Raum, wenn zugleich im privaten Raum die Stellplätze reihenweise leerstehen. In der Initiative "Parkraumwende" hat Wiebke Hederich sich mit PR-Expertin und Leiterin des BA-Mobilitätsausschusses in der Maxvorstadt Sigrid Eck sowie Haidhausen-für-alle-Aktivist und Planungsreferat-Mitarbeiter Heiko Bielinski zusammengetan.

Auf autokorrekturmuc.de präsentiert Bielinski schon seit einiger Zeit minutenaktuell die Zahl der leerstehenden öffentlichen Parkhäuser: "In diesem Moment sind in den Parkhäusern im Zentrum Münchens 2.062 (46 %) Parkplätze frei. Gleichzeitig gibt es 3.740 günstige öffentliche Parkplätze in der Innenstadt.Wenn man diese in die freien Parkhäuser verlegt, bleiben noch 1.678 öffentliche Parkplätze." (abgerufen Fr. 4.4., 17:47 Uhr)

Eine Anwältin, eine Kommunikationsexpertin und ein technisch versierter Stadtverbesserer: Ich prophezeie mal, dass wir von diesem Team noch einiges hören werden. SZ-Leser konnten diese Woche schon was lesen Bernd Kastner stellt die Initiative "Parkraumwende" unter dem schönen Titel "Autos tiefer legen" vor. 

Es kommt Bewegung in den Umgang mit dem Unbewegten: Vergangene Woche hat die Vollversammlung des Stadtrates ein 51-Punkte umfassendes Mobilitäts-Programm beschlossen, das z.B. Gehwegparken strenger ahnden soll und für Camper mit mehr als 6 Metern Länge keinen Bewohnerparkausweis mehr gestattet ist. Ein Anfang.

Mut zu Neuem hat auch der Münchner CSU-Stadtrat und Immobilien-Unternehmer Hans Hammer, der als Investor das Parkraum-Startup VePa beim Bau des ersten Park-Turms unterstützt hat. Im Werksviertel kannst du seit ein paar Tagen dein Auto vertikal in einem Paternoster parken, der auf 49 qm Fläche 12 Autos unterbringt und bei Bedarf auch gleich mir Energie auflädt. Im Straßenraum wären rund 150 qm Fläche notwendig, um ein Dutzend Autos abzustellen. Da ist also wahrlich Luft nach oben.

Jetzt wünsche ich dir aber erstmal einen schönen Platz für dein Wochenende,
 
Dein Marco und die MUCBOOK-Crew.

MUCBOOK-Podcast MUNICH-NEXT-LEVEL:
mit Parkplatz-Umbau-Pionier Martin Laschweski

Martin Laschweski (links) hat nicht nur Visionen, sondern auch zwei rechte Hände, mit denen er die Verkehrswende attraktiv und stabil möbliert auf die Straße bringt. Im MUCBOOK KAFFEEHAUS in der Dachauer Straße erzählt er, wie aus Parkplätzen grüne Schanigärten werden und warum er nach den Abenteuern auf dem Asphalt eine Kandidatur für den Stadtrat als nächste Konsequenz sieht. 

"Das Auto ist das egoistische Vekehrsmittel – allein schon vom Flächenverbrauch und Ressourcenverbrauch her"

Mit strammen Wadeln für den Wandel – Martin Laschewski ist Münchens wohl bekanntester Radl-Aktivist und kämpft mit FreiRAUM-Viertel für eine gerechtere Verteilung des öffentlichen Raums.

In der neuen Folge des MUNICH NEXT Level Podcast spreche ich mit ihm über seine Vision für ein lebenswertes München, die Herausforderungen der Mobilitätswende und seinen neusten Coup: den LeihRAUM – den Tante-Emma-Laden für alle, die Parkplätze mit Schanigärten und Holzmöbeln zu einem Lebensraum für alle umbauen wollen.

👉 "Autos raus, Grün rein“ – Martin Laschewski im Podcast

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Artwork: MIXEN

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10 gute Gründe die neue Ausstellung im Lenbachhaus nicht zu verpassen:

Richard Riemerschmid, In freier Natur / Under the Open Sky, 1895, Städtische Galerie im Lenbachhaus und Kunstbau München / Lenbachhaus Munich © VG Bild-Kunst, Bonn 2025 Foto / Photo: Lenbachhaus

Wie aktuell kann ein Ölgemälde aus dem 19. Jahrhundert sein? Ziemlich aktuell – wenn man es mit heutigen Augen betrachtet. Früher waren Landschaftsgemälde vor allem eines: idyllisch. Heute sehen wir in ihnen oft mehr als nur schöne Natur. Sie erinnern uns daran, was wir längst verloren haben oder noch verlieren könnten.

In der Ausstellung „Was zu verschwinden droht, wird Bild“ begreift die Kuratorin Karin Althaus die Natur in den Werken von Lovis Corinth, Gabriele Münter, Gerhard Richter und anderen nicht nur als Motiv, sondern auch als Mahnung. Bekannte wie auch bisher noch nie gezeigte Werke des 19. und 20. Jahrhunderts machen sichtbar, wie sich unsere Umwelt verändert – und regt an, darüber nachzudenken, wie wir diese Veränderung gestalten können. “In Zeiten des Klimawandels ist das Bewusstsein dafür, dass sich unsere gesamte Umwelt rasant verändert, allgegenwärtig geworden. Deshalb betrachten wir insbesondere Werke der Landschaftskunst heute mit anderen Augen”, erklärt Kuratorin Althaus.

👉 10 gute Gründe 
📍
Lenbachhaus, Luisenstr. 33
📅  Di - So 10 - 18 Uhr / Do bis 20 Uhr / Mo geschlossen 

Weniger Raum, mehr Zuhause –
Architektur-Kolumne von Benedict Esche

© Foto von CHUTTERSNAP auf Unsplash und Lummi.ai
Platz in der Stadt ist diese Woche offenbar unser Thema: Denn auch Benedict Esche hat sich Gedanken gemacht, wie man den Raum in München besser nutzen kann. In seinem Fall geht es ums Wohnen. 
Eine aktuellen Studie des Moses-Mendelssohn-Instituts hat ergeben, dass ein WG-Zimmer in München inzwischen im Schnitt 800.- Euro kostet. Architekt Benedict Esche (Kollektiv A) widmet der Wohnungsnot unter Studierenden seine neueste Kolumne: 

"Wohnraum ist schon längst keine Frage des Quadratmeterpreises mehr. Es geht um etwas Grundsätzlicheres: Gibt es denn überhaupt Platz? Während die Stadt wächst, schrumpft der Raum für jene, die ihn am dringendsten brauchen."

👉 Weniger Raum, mehr Zuhause – Architektur-Kolumne von Benedict Esche"
📍   mucbook.de

MUCBOOK präsentiert:
RITES OF SPRING-Festival

Das RITES OF SPRING Festival ist mehr als ein musikalisches Happening. Es ist eine kulturelle Intervention. Eine Einladung an alle, die sich nach ehrlicher Musik, politischem Bewusstsein und kollektivem Erleben sehnen. Es öffnet Räume für Emotion, für Reibung, für Gemeinschaft – und zeigt, dass auch in einer scheinbar durchgeplanten Stadt wie München noch Platz für Subkultur ist.

Pg.99 aus den USA gelten als Pioniere des modernen Screamo und verbinden seit den späten 90ern verschiedenste Heavy-Genres. Blind Girls aus Australien stehen für technisch anspruchsvollen, durchkomponierten Screamo mit hoher Intensität und emotionaler Tiefe. Die Mailänder Band Øjne hat sich mit poetischem, melancholisch aufgeladenem Screamo europaweit einen Namen gemacht und gilt als feste Größe der Szene. Oakhands, die Münchner Lokalhelden, bringen gefühlvollen Post-Hardcore mit progressivem Anspruch auf die Bühne – tiefgründig, melodisch und mitreißend.

📍 KAFE KULT, Oberföhringer Str. 156
📅  Sa., 12. April, ab 16 Uhr 
👉 Mehr

Hingehen

DOKfest präsnetiert "The Basement"
Ukrainischer Dokumentarfilm von 2024 über das Leben in einem besetzen Dorf nach dem russischen Angriffskrieg. Die Kritik schreibt: "Das filmische Porträt berührt tief, der Zusammenhalt und Frohsinn lässt an Menschlichkeit glauben."
📍 Einstein 28, Einsteinstraße  28
📅  Sa., 10. April, 18 Uhr 
✌️
Eintritt frei
👉 Mehr | MUCBOOK ist Medienpartner des DOKfest

Schallplatten- und Musikflohmarkt WAXSAFARI

Da schmelzen Viny-Lover dahin: Die WAXSAFARI, Bayerns größter privater Schallplattenflohmarkt wird erwachsen und besucht passend zum Grand Finale des internationalen  Record Store Day am Samstag 12.4.25  (von 18.00-00.00 ) den MIDNIGHT BAZAR.
📍  Alte Paketposthalle, Arnulfstraße 196-199
📅  Sa. 12. April, 18 - 0 Uhr

Leerstandsspaziergang & Tanz-Demo 
Unter dem Motto „Die Stadt gehört allen!" lädt die Initiative FREIRÄUMEN! zu einem Fest "der (Wieder-)Aneignung von Raum".
📍 Start am Gärtnerplatz 
📅  Sa., 12. April, 15 bis 18 Uhr

Abgehen

Konzert von Mina Richman
Präsentiert von MUCBOOK: Mit ihrem Debut Album „Grown up” tourte Mina Richman durch Deutschland.  Ihre Songs erzählen von Identität, Feminismus und gesellschaftlichen Kämpfen.
📍
Milla Club, Holzstr. 28
📅 Do., 10.4., ab 19 Uhr
👉 Mehr

Sommer Opening Rave 

Rave mit freiem Eintritt
📍
LiveEvil im FatCat, Kellerstr. 8a
📅  Sa, 12. April, 15 - 22 Uhr 
👉 Mehr

Zestival IX  
Das bunte Musik-Festivals präsentiert insgesamt 11 Bands, die eine vielfältige Mischung an Musikrichtungen, wie Indie, Punk, Alternative Rock oder Ska zu bieten haben.
📍Feierwerk, Hansastr. 39
📅  Sa., 12. April, 18.30 Uhr

👉 Mehr

Und zum Schluss ein Wiedersehen?

Vielleicht sehen wir uns am Freitag? Der Gasteig heißt seit zwei Jahren Fat Cat. Bis der Umbau (hofffentlich möglichst spät) beginnt, stellt die Stadt die Flächen dem gemeinnützigen Verein von Till Hofmann zu günstigen Konditionen zur Verfügung. Mehr als 200 Initiativen, Künstler:innen, Agenturen und Vereine haben den dicken Brocken zu einer Fabrik der kreativen Köpfe gemacht.

MUCBOOK, MUCBOOK CLUBHAUS und die MUNICH INNOVATION CREW sind seit Anfang des Jahres auch ein glückliches Rädchen in Münchens großem Kreativ-Getriebe. Anlässlich des Tages der offenen Tür "CATROPOLIS FESTIVAL" am Freitag, den 11. April möchten wir eure Vision für München wissen. Wie wohnen wir? Wie arbeiten wir? Wie kaufen wir ein?, Wie bewegen wir uns fort? Wie sieht dein Stadtteil aus? Kommt in die MUCBOOK-Area im ersten Stock und teilt eure Ideen mit uns.

Außerdem erwarten dich im ganzen Haus Kulturschaffende mit Live-Musik, Theater, Workshops, Austellungen, Performances und einem Panel zum thema “Räume räumen”.

📍FatCat im ehemaligen Gasteig
📅  Fr., 11. April, 14 Uhr - Open End
✌️ freier Eintritt

Foto: stories to be told / Helen Hauber

Servus und Baba! 
Dein MUCBOOK Team



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